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Im Bako Nationalpark auf unserer Borneo Rundreise

 

Die Nationalparks von Sarawak & Sabah

Der malaysische Teil im Norden der Insel Borneo unterteilt sich in die zwei Bundesstaaten Sarawak und Sabah. In Sarawak beginnt hinter einem breiten, von Mangroven bewachsenen Küstenstreifen  das dicht bewaldete Gebirge, welches die Grenze zum indonesischen Kalimantan bildet. Sabah wird fast vollständig von Gebirge eingenommen, so befindet sich dort auch der höchste Berg Südostasiens, der 4101 m hohe Mount Kinabalu. Ein wesentlicher Teil der Fläche wird von üppigem Regenwald eingenommen, welcher teilweise unter Schutz gestellt wurde. Viele Tiere des Regenwaldes finden Schutz in den folgenden Nationalparks und Schutzgebieten:

Bako Nationalpark (Sarawak)

Der etwa 37 km von Kuching entfernte Bako Nationalpark ist der älteste Nationalpark Sarawaks. Wegen seiner unterschiedlichen Landschaftsformen aus Mangroven, Sandstränden mit bizarren Felsen, sumpfigen Gebieten und Flachlandregenwald findet sich hier eine Vielzahl seltener Tiere. Die wohl interessantesten Tiere des Regenwaldes sind die Nasenaffen, welche nur noch auf Borneo anzutreffen sind. Schätzungsweise 150 Tiere leben derzeit im Bako Nationalpark. Besonders die etwas skurril aussehenden männlichen Exemplare mit ihren riesigen, hängenden Nasen und den dicken Bäuchen sind ein begehrtes Fotomotiv. Aber auch Silberne Haubenlangure, Langschwanzmakaken, Bartschweine, Nashornvögel und Bindenwarane sind häufig anzutreffen.

Mulu Nationalpark (Sarawak)

In erster Linie bekannt für seine riesigen und weit verzweigten Höhlensysteme, erreicht man den Mulu Nationalpark am besten mit dem Flugzeug über Miri. Ein absolutes Muss ist der Besuch der berühmten „Deer Cave“, einer etwa 2 km langen Höhle, in der Millionen von Fledermäusen leben. Mit etwas Glück erlebt man während der Abenddämmerung deren Abflug von einer Besucherplattform am Eingang. Auch zahlreiche Salanganen, welche zur Ordnung der Seglervögel gehören, bevölkern die Höhle. Von insgesamt 25 Höhlen sind nur vier für Besucher geöffnet. Die Tropfsteinhöhle Lang`s Cave lässt sich auf dem Rundweg im Inneren am besten erkunden. Per Boot erreicht man die beiden Höhlen Clearwater - und Wind Cave. Neben den Fledermäusen leben auch zahlreiche Tiere des Regenwaldes im Schutzgebiet, darunter allein 67 verschiedene Säugetiere.

Batang Ai Nationalpark (Sarawak)

Das Schutzgebiet in der Grenzregion zum indonesischen Kalimantan wurde bereits 1987 als Gemeinschaftsprojekt beider Länder gegründet. Neben Gibbonaffen und Nashornvögeln leben auch einzelne wilde Orang-Utans im Bergregenwald. Besonderes Highlight ist ein Besuch bei den Iban, welche die größte Gruppe der Ureinwohner in Sarawak bilden. Einst gefürchtete Kopfjäger bringen Sie heute den Besuchern Ihre traditionelle Lebensweise im Langhaus nah, zeigen stolz Ihre bedeutungsvollen Tätowierungen und erklären auch gern den Gebrauch eines Blasrohrs. Wer nicht im Langhaus übernachten möchte, kann sich im Hilton Batang Ai Resort einquartieren.

Mount Kinabalu Nationalpark (Sabah)

Abhängig von der Höhenlage findet man hier eine sehr unterschiedliche und abwechslungsreiche Pflanzenwelt vor, die von dichtem Regenwald bis zu alpiner Vegetation reicht. Zu dem beliebten Schutzgebiet gehört der Mount Kinabalu, für dessen Besteigung man etwa drei Tage veranschlagen sollte. Warme Kleidung und körperliche Fitness sind ein Muss für einen erfolgreichen Aufstieg. Alternativ kann man von der Parkverwaltung aus auf verschiedenen Rundwegen wandern und dabei herrliche Ausblicke auf den Mount Kinabalu erhaschen. Ein Besuch der heißen Quellen von Poring Hot Springs ist ebenfalls lohnenswert. Schwindelfreie wagen einen Spaziergang auf den mehrere hundert Meter langen Hängebrücken zwischen den Baumkronen in 30 m Höhe. In einigen Abschnitten des Parks findet man die größte Blume der Welt, die Rafflesia, mit einem Durchmesser von etwa 40 cm.

Turtle Islands Nationalpark (Sabah)

Etwa 40 km vor Sandakan liegen die drei kleinen Koralleninseln Selingan, Gulisan und Bakungan Kecil. Die Inseln wurden bereits 1977 unter Schutz gestellt, um den Lebensraum der bedrohten  Meeresschildkröten, die regelmäßig zur Eiablage an diese Strände kommen, zu sichern. Auf Selingan befindet sich eine Aufzuchtstation für die Gelege der Grünen Meeresschildkröte. Zwischen Juli und Oktober werden die tischtennisballgroßen Eier von den Tieren im warmen Sand abgelegt und vergraben. Auch Karettschildkröten legen, hauptsächlich auf der Insel Gulisan, zwischen  Februar und April ihre Eier ab. Hauptsächlich während der Nachtstunden schlüpfen die winzigen Schildkröten und suchen instinktiv den Weg zum Meer. Unterstützt und beobachtet werden diese Vorgänge von den gut geschulten Park-Rangern die sich ganzjährig im Schutzgebiet aufhalten.

Kinabatangan Wildtierreservat (Sabah)

Der größte Fluss Sabahs ist der Kinabatangan, welcher schon bei der Anreise vom Flugzeug aus zu sehen ist und sich durch grünen Regenwald schlängelt. 26.000 Hektar seines Überschwemmungsgebiets wurden unter Naturschutz gestellt und bilden so den Lebensraum für viele Tiere des Regenwaldes. Eine der besten Möglichkeiten in Borneo Nasenaffen zu sehen, besteht entlang der Ufer des Kinabatangan. Von Sukau aus fährt man dazu mit dem Motorboot entlang von dichten Wäldern und kleinen Dörfern und gelangt so zu einer der ursprünglichen Unterkünfte am Fluss. Die meisten Lodges verfügen über eigene kleine Boote, in denen man geräuscharm die Nebenarme und Altwasserseen in der Umgebung befahren kann. Neben den lärmenden Nasenaffen sollte man nach den seltenen Borneo-Zwergelefanten, Orang-Utans und Krokodilen Ausschau halten.

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